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Peter Leister, Profil als Schmuckkünstler
Caminos
– Wege
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Warum hast du dieses Schmuckstück als Beispiel für
deine bisherige Schmuckarbeit und als repräsentativ für einige deiner
Wesenszüge gewählt?
Es
steht für meine Vergangenheit und auch für meine Zukunft. Ich bin immer
gerne neue Wege gegangen. Dies galt für mich als Ingenieur und Pharmazeut
bis Juni 2004 aber auch für meine künstlerische Betätigung bereits ab
ca. 1960. Seit 2004 wandere ich wieder intensiver auf den ‚Wegen der Kunst’.
Hierbei schätze ich es, gelegentlich auch auf bereits vertraute Wege zu
stossen.
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Was hat sich an deinem künstlerischen Ausdruck und an deiner Art zu
arbeiten in den letzten Jahren geändert?
Von
den 60ern bis Mitte der 90er Jahre war mein Antrieb zum Malen meistens ein tief
empfundener emotionaler Impuls, Erlebtes, Empfundenes zu verarbeiten. In diesen
Situationen nahm ich eine Leinwand oder ein Stück Papier und malte spontan und
intuitiv in einer Nacht ein Ölbild. Ich folgte der aktuellen Wahrnehmung der
Farben, des Inneren, der Umwelt und der Dynamik auf der Leinwand.
Heute
faszinieren mich einfache, flächige, klar strukturierte Arbeiten, denen ein
Designprozess vorausgegangen ist, u.a. auch auf dem PC (siehe Caminos),
allerdings mit entsprechenden Konsequenzen beim Zeitaufwand. Aber auch heute möchte
ich das spontane Erleben der Wechselwirkung von Werkstoff und Werkzeug nicht
missen. Bei mir bestimmt der Werkstoff das Ergebnis des Gestaltungsprozesses
wesentlich mit.
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Warum
stellst du Schmuck her?
Das
Faszinierende am Schmuck sind die kostbaren und schönen Materialien und die
dritte Dimension. Der Umgang mit Farben und Formen entspricht weitgehend meiner
Begeisterung für einfache, flächige, abstrahierte Darstellungen. Gut
gestalteter Schmuck hat mich immer wieder begeistert, und wenn ich in einem
Museum ägyptischen, keltischen, etruskischen, römischen, art déco oder art
nouveau Schmuck sah, dann wirkte dieser lange in mir nach. Einmal waren es die
Farben der verwendeten Materialien, dann wieder die fein gestalteten Relieffe an
Ringen. Natürlich ist es auch wunderschön, Objekte herzustellen, die durch
deren BesitzerInnen mit Stolz getragen werden.
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Wo
und wie möchtest du in der Zukunft Akzente setzen?
Ich
fühle mich auf dem jetzt eingeschlagenen Weg sehr wohl. Ich habe die Zeit und
die Begeisterung, Existierendes in Frage zu stellen, Unbekanntes auszuprobieren,
dabei auf Probleme zu stossen und dann dafür zu kämpfen, diese Probleme auszuräumen
und den Prozess zu beherrschen. So arbeite ich an Techniken, die nicht zu den
Inhalten meiner abzuschliessenden Schmuckkünstlerausbildung gehörten, wie das
Fassen von Steinen und das Arbeiten mit Email. Mit Letzterem konnte ich auch im
Bereich Schmuck einen Kreis schliessen hin zu meinen Acryl-/Ölgemälden.
Hierbei wirkt die Inspiration in beiden Richtungen, vom Design, einem Gemälde
oder Holzschnitt in Richtung Schmuck oder umgekehrt.
Allerdings
glaube ich fest daran, dass gutes Design nicht nur aus dem Kopf und über
Skizzen erschliessbar ist. Es ist die Arbeit mit dem Material selbst, das
Erfahren, wie es sich bei verschiedenen Bearbeitungstechniken verhält, was zu
material- und werkzeugspezifischen Kreationen führt.
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Wie
definierst Du Qualität?
Bei
aller Begeisterung, neue Wege zu erkunden und zu gehen, an Problemen zu arbeiten
und diese zu lösen – einfach kreativ zu sein -, verpflichte ich mich einer
praxistauglichen und bezahlbaren Qualität, die einem Käufer meiner
Schmuckunikate und mir Freude bereitet. Für Schmuckstücke in Gold oder Silber
habe ich einen Stempel (siehe ganz oben links) bei der eidgenössischen
Edelmetallkontrolle eintragen lassen. Mit diesem sind meine Arbeiten mit
definiertem Edelmetallgehalt gekennzeichnet. Schmucksteine beziehe ich von
etablierten Fachhändlern.
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Peter Leister
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